Willi Sitte (1921-2013)

Willi Sitte (1921-2013)

Willi Sitte (1921-2013)

Wir suchen Gemälde und Grafiken von Willi Sitte für unsere Sammler.

Unser Angebot:

SONNENUNTERGANG AM MEER

Öl/Papier, 59 x 51,5 cm, r. u. sign. und dat. W. Sitte 75.

Ausstellungen: Das Gemälde war ausgestellt: W. S. 1945-82, Staatliche Kunsthalle Berlin 1982; W. S. Malerei, Grafik, Handzeichnungen, Moritzburg Halle, 1981. – Literatur: WVZ: Malerei, Grafik, Handzeichnungen, Moritzburg Halle, 1981, G 75/3; W. S. 1945-82, Staatliche Kunsthalle Berlin 1982, mit Farbabb. – Deutscher Maler und Graphiker, neben W. Tübke, W. Mattheuer und B. Heisig der bedeutendste Künstler der DDR. S. studierte ab 1936 zunächst an der Kunstschule des Gewerbemuseums Reichenberg in Tschechien, anschließend ab 1940 an der Meisterschule für Malerei in Kronenburg. Wegen systemkritischer Äußerungen wurde er von dort zur Ostfront eingezogen. Nach dem Krieg ließ er sich in Halle nieder und wurde 1959 Professor an der Kunstschule Burg Giebichenstein. S. entwickelte sich zu einem führenden Künstler der DDR und machte auch politische Karriere. Er erfuhr Anerkennung weit über die Grenzen der DDR hinaus, so stellte er u.a. 1977 auf der Documenta aus. Mus.: Berlin (Nat.-Gal.), Dresden (Gal. Neue Meister), Köln (Mus. Ludwig), Hamburg (Kunsthalle) u.a. Lit.: Vollmer u.a.

SONNENUNTERGANG AM MEER  Öl/Papier, 59 x 51,5 cm, r. u. sign. und dat. W. Sitte 75.
SONNENUNTERGANG AM MEER 
Öl/Papier, 59 x 51,5 cm, r. u. sign. und dat. W. Sitte 75

 

Willi Sitte - Immer vorwärts
Willi Sitte – Immer vorwärts

 

 

VITA

Willi Sitte (* 28. Februar 1921 in Kratzau, Tschechoslowakei, heute Tschechien; † 8. Juni 2013 in Halle (Saale)[1]) war ein deutscher Maler und Grafiker. Er war lange Zeit Präsident des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR.

 

Willi Sitte wuchs als drittjüngstes Kind eines deutschstämmigen Bauern, Gründungsmitglied der Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei (KPTsch), und einer tschechischen Mutter mit vier Brüdern und zwei Schwestern auf. Sein Bruder Rudolf Sitte war ebenfalls ein in der DDR tätiger Künstler im Bereich der baubezogenen Kunst.

Willi Sitte´s Zeichentalent wurde früh durch einen Zeichenlehrer gefördert. Nach der Schule studierte er ab 1936 an der Kunstschule des nordböhmischen Gewerbemuseums in Reichenberg Textilmusterzeichner und wurde 1940 an die Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei in Kronenburg in der Eifel empfohlen. Seine Kritik an den dortigen Aufgaben führte 1941 zur Einberufung in die Wehrmacht an die Ostfront. Dort erkrankte er an Gelbsucht und wurde nach einem Heimaturlaub nach Italien versetzt, wo er 1944 desertierte und sich italienischen Partisanen anschloss.
Nach künstlerischen Arbeiten in Mailand, Vicenza und Venedig kehrte Sitte 1946 nach Kratzau zurück, musste seine Heimat aber wegen der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei verlassen und lebte danach in Halle (Saale), wo er 1947 in die SED eintrat. 1951 erhielt Sitte einen Lehrauftrag an der Kunstschule Burg Giebichenstein, 1959 wurde er dort zum Professor berufen. Er war damals ein Vertreter der aufmüpfigen, eigenwilligen Kunstszene in Halle, die Unabhängigkeit von Kulturfunktionären einklagte. Er hatte dadurch Ärger mit seiner Partei, der zeitweise zum Lehrverbot führte. Zu seinen Freunden gehörten damals Christa Wolf, Wolf Biermann, Eva-Maria Hagen, Sarah Kirsch, Rainer Kirsch und andere. Ab 1964 stieg Willi Sitte aktiv in die Politik ein, was zum Verlust einiger freundschaftlicher Kontakte führte.
Willi Sitte´s  Schwimmer auf einer Briefmarke der DDR zu den 22. Olympischen Spielen 1980.
Als Vertreter des sozialistischen Realismus wuchs seit dem Ende der 1960er Jahre seine offizielle Anerkennung. 1969 wurde er zum Ordentlichen Mitglied der Deutschen Akademie der Künste gewählt, was er bis 1991 war. Er war von 1974 bis 1988 Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR) und seit 1976 Abgeordneter der Volkskammer.
Von 1986 bis 1989 war er Mitglied des Zentralkomitees der SED (ZK der SED). Seit 1985 war Willi Sitte Mitglied des Weltfriedensrates und seit 2001 Korrespondierendes Mitglied der European Academy of Sciences, Arts and Humanities in Paris.
Seine Produktivität als Maler und Hochschullehrer wurde dadurch nicht verringert. Sein Werk ist von figürlichen Darstellungen bestimmt, oft in geradezu barock anmutenden Formen. Die expressiven Körperdarstellungen als Ausdrucksträger gesellschaftlicher Aussagen und politischer Ideen provozierten oft das Kunstpublikum. Als Hochschullehrer engagierte er sich in der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses, darunter von 1975 bis 1987 als Direktor der Sektion Bildende und Angewandte Kunst der Hochschule für Industrielle Formgestaltung in Halle.
Willi Sitte lebte und arbeitete in Halle. Neben Werner Tübke, Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer gilt er als bedeutendster Maler der DDR. Wegen seines Bekenntnisses zum Kommunismus und seiner Parteikarriere in der SED lösten seine Werke und Ausstellungen nach der Wiedervereinigung bisweilen öffentliche Diskussionen aus. So wurde im Sommer 2001 eine geplante Jubiläumsausstellung des Künstlers zu seinem 80. Geburtstag im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg vom Verwaltungsrat kurzfristig verschoben, weil man Sittes Rolle als DDR-Kulturfunktionär erst noch genauer untersuchen wollte. Sitte sagte daraufhin die bereits vorbereitete Ausstellung ab.[3] Bis heute fließen in Kritiken zu Sittes Werken oft nicht nur künstlerische Aspekte, sondern auch politische Beurteilungen ein. Andererseits sind seine Werke bis heute bei Kunstsammlern und Galerien im Westen Deutschlands und in Westeuropa außerordentlich begehrt.
Anlässlich seines 85. Geburtstages wurde in Merseburg am 28. Februar 2006 die Willi-Sitte-Galerie eröffnet. Dies geschah im Beisein des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder und Sachsen-Anhalts früheren Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer. Es handelt sich um eine Stiftung, die in der historischen Domkurie untergebracht ist. In diesem Museum ist ein Großteil des Gesamtwerkes Sittes untergebracht. Quelle:wikipedia.org

 

 

 

 

 

 

Klaus von Woyski (1931-2017), Samos, Oliven und Bienenstöcke, 1979, Griechenland

Klaus von Woyski (1931-2017)

Klaus von Woyski (1931-2017)

Samos, Oliven und Bienenstöcke, 1979, Griechenland, H 27cm x B 36cm, links unten signiert und datiert 79

SAMOS, OLIVEN UND BIENENSTÖCKE | AUFRUFPREIS 1.500 € Öl/Holz, 27 x 36 cm, l. u. sign. und dat. K. v. Woyski 79, verso betitelt. - Deutscher Maler. W. studierte in Burg Giebichenstein. 1960 siedelte er nach Westdeutschland über. Neben seiner Tätigkeit als Restaurator - zuletzt für das Deutsche archäologische Institut - nahm er an Ausstellungen teil. 1970 bis 2015 lebte er in Griechenland. Lit.: Vollmer.
SAMOS, OLIVEN UND BIENENSTÖCKE 
Öl/Holz, 27 x 36 cm, l. u. sign. und dat. K. v. Woyski 79, verso betitelt. – Deutscher Maler. W. studierte in Burg Giebichenstein. 1960 siedelte er nach Westdeutschland über. Neben seiner Tätigkeit als Restaurator – zuletzt für das Deutsche archäologische Institut – nahm er an Ausstellungen teil. 1970 bis 2015 lebte er in Griechenland. Lit.: Vollmer.

 

 

Max Thedy

Max Thedy( München 1858-1924 Weimar)

Max Thedy ( 1858-1924)

Wir kaufen Gemälde von Max Thedy und freuen uns auf Ihre Angebote.

Max Thedy wurde als Sohn des Aktuars Johann Valentin Thedy und seiner Frau Theresia geboren, als jüngster von zwölf Geschwistern. Nach dem frühen Tod der Eltern wurde der 12-jährige Max 1870 von dem aus Hamburg stammenden Maler Georg Friedrich Louis Reinhardt (1819–1905) aufgenommen und zum Malen angeregt. Er war ab 1875 Schüler der Kunstakademie seiner Heimatstadt. 1882 wurde er mit 24 Jahren als Professor an die Weimarer Kunstschule berufen. Zu seinen Schülern gehörten Christian Rohlfs, Ernst Biedermann und Rudolf Schmidt-Dethloff. 1919 wurde Thedy Meister am Bauhaus. 

Max Thedy Werk wurde und wird in vielen Ausstellungen in Europa und in den USA gezeigt, zuletzt 2002 in Weimar, 2005 in Ueberlingen und Frankfurt am Main. Quelle: wikipedia.org

Max Thedy
Max Thedy
Max Thedy
Max Thedy

 

Max Thedy

München 1858 – 1924 Polling

„Die Waffen eines Herrn“ / „Die Schätze einer Dame“ (Zwei Supraporten). 1880er-Jahre

Jeweils Öl auf Leinwand. 42,5 × 147 cm bzw. 45 × 147 cm. (16 ¾ × 57 ⅞ in. bzw. 17 ¾ × 57 ⅞ in.) Bild 1 unten rechts mit Signaturrest: M[…]. Bild 2 unten rechts signiert: Max Thedy.  [3387] Gerahmt

ProvenienzEhemals The Closson Galleries, Cincinnati (lt. rückseitigem Etikett), und Lawrence Steigrad Fine Arts, New York (bis 2001)

Literatur und AbbildungSilke Opitz: Der Tafelbildkomplex. Max Thedy am Staatlichen Bauhaus in Weimar. In: Ausstellungskatalog: Max Thedy 1858–1924. Gemälde & Zeichnungen. Weimar, Stadtmuseum, 2002, S. 34-45, m. Abb. auf S. 36 u. 39, und die Abbildungen auf S. 143 („Farbtafeln, außer Katalog“) / Armin Thedy und Anselm Thürwächter: Werksverzeichnis Max Thedy (1858–1924). Hamburg, CD-ROM, 2008, Kat.-Nrn. G 157 u. G 158

Felixmüller

Conrad Felixmüller ( Dresden 1897-1977 )

Conrad Felixmüller (Felixmueller)

Wir suchen Gemälde von Conrad Felixmüller

Conrad Felixmüller tritt, nach dem Besuch der Dresdner Kunstgewerbeschule, an der er ein Jahr lang Zeichenunterricht nimmt, 1912 zuerst in die Privatschule des Künstlers Ferdinand Dorsch und noch im selben Jahr in die Klasse von Professor Carl Bantzer in der Kgl. Kunstakademie in Dresden ein, um seine Ausbildung als Maler zu beginnen.

1915 verlässt Felixmüller die Akademie. Danach ist er als freischaffender Künstler in Dresden tätig, hält sich aber öfter in Berlin auf. Dort malt Felixmüller im Atelier von Ludwig Meidner. Außerdem arbeitet Felixmüller an der von Herwarth Walden herausgegebenen Zeitschrift „Der Sturm“ mit.

Mit dem Buchhändler Felix Stiemer gründet Felixmüller 1917 die Kunst- und Literaturzeitschrift „MENSCHEN“, bei der er, ebenso wie beim „Sturm“, als grafischer Gestalter tätig ist. Daneben finden Ausstellungen bei Hans Goltz in München und zusammen mit Heckel, Kirchner und Schmidt-Rottluff in der Galerie Arnold in Dresden statt.
Dorthin übersiedelt Conrad Felixmüller 1918. Der Künstler wird Gründer und Vorsitzender der „Dresdner Sezession“ und Mitglied der „November-Gruppe“.
Nebenher arbeitet Felixmüller an verschiedenen Zeitschriften (z.B. „Die Sichel“, Regensburg; „Rote Erde“, Hamburg) mit und veröffentlicht eigene literarische Texte wie z.B. die Autobiografie „Mein Werden“ (Kunstblatt) oder Gedanken über „Künstlerische Gestaltung“ (Kestnerbuch, Hannover).
Conrad Felixmüllers bildnerisches Schaffen ist in der Frühphase von starken Einflüssen des Expressionismus bestimmt, den er im sozialkritischen Sinn versteht und bald zu einem expressiven Realismus von individueller Prägung transformiert. In den kraftvollen Linien der Holzschnitte hält Felixmüller Szenen des alltäglichen Lebens fest.
Um 1930 zeigen sich Tendenzen zu einem Wandel, der sich thematisch in einer zunehmend genrehaften, erzählerischen Entwicklung, formal in dem Streben nach einer ruhigeren Bildsprache äußert.
1933 ist der Künstler mit 40 Arbeiten in der Dresdner Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen. 1934 übersiedelt der Künstler, in der Hoffnung auf freiere Arbeitsmöglichkeiten nach Berlin-Charlottenburg. 1937 werden 151 Werke des Künstlers aus öffentlichem Besitz beschlagnahmt. 1941 wird das Berliner Domizil durch Bomben zerstört.
Conrad Felixmüller findet Asyl in Damsdorf in der Mark. 1944 zieht der Maler nach Tautenhain. Der Künstler wird aber noch im selben Jahr zum Kriegsdienst einberufen.
Nach kurzer sowjetischer Kriegsgefangenschaft kehrt Felixmüller 1945 nach Tautenhain zurück. 1949 erfolgt die Berufung zum Professor an die Martin-Luther-Universität in Halle mit einem Lehrauftrag für Zeichnen und Malen innerhalb der Pädagogischen Fakultät.
Nach seiner Emeritierung 1961, geht Conrad Felixmüller zurück nach Berlin. Bis zu Felixmüllers Tod im Jahr 1977 finden zahlreiche Ausstellungen in beiden Teilen Deutschlands sowie in Paris, Rom, Bologna und Florenz statt.

 

 

 

 

 

Max Thedy (1858-1924)

Max Thedy (1858 München – 1924 Polling)

„Die Waffen eines Herrn“ / „Die Schätze einer Dame“ (Zwei Supraporten). 1880er-Jahre

Jeweils Öl auf Leinwand. 42,5 × 147 cm bzw. 45 × 147 cm. (16 ¾ × 57 ⅞ in. bzw. 17 ¾ × 57 ⅞ in.) Bild 1 unten rechts mit Signaturrest: M[…]. Bild 2 unten rechts signiert: Max Thedy.  Gerahmt

Provenienz Ehemals The Closson Galleries, Cincinnati (lt. rückseitigem Etikett), und Lawrence Steigrad Fine Arts, New York (bis 2001), private Sammlung Deutschland

Max Thedy München 1858 – 1924 Polling „Die Waffen eines Herrn“ / „Die Schätze einer Dame“ (Zwei Supraporten). 1880er-Jahre Jeweils Öl auf Leinwand. 42,5 × 147 cm bzw. 45 × 147 cm. (16 ¾ × 57 ⅞ in. bzw. 17 ¾ × 57 ⅞ in.) Bild 1 unten rechts mit Signaturrest: M[…]. Bild 2 unten rechts signiert: Max Thedy.  [3387] Gerahmt  ProvenienzEhemals The Closson Galleries, Cincinnati (lt. rückseitigem Etikett), und Lawrence Steigrad Fine Arts, New York (bis 2001)
Max Thedy München 1858 – 1924 Polling „Die Schätze einer Dame“ 1880er-Jahre
Max Thedy München 1858 – 1924 Polling „Die Waffen eines Herrn“ / „Die Schätze einer Dame“ (Zwei Supraporten). 1880er-Jahre Jeweils Öl auf Leinwand. 42,5 × 147 cm bzw. 45 × 147 cm. (16 ¾ × 57 ⅞ in. bzw. 17 ¾ × 57 ⅞ in.) Bild 1 unten rechts mit Signaturrest: M[…]. Bild 2 unten rechts signiert: Max Thedy.  [3387] Gerahmt  ProvenienzEhemals The Closson Galleries, Cincinnati (lt. rückseitigem Etikett), und Lawrence Steigrad Fine Arts, New York (bis 2001)
Max Thedy ( München 1858 – 1924 Polling) „Die Waffen eines Herrn“ 1880er-Jahre
Literatur und Abbildung

Silke Opitz: Der Tafelbildkomplex. Max Thedy am Staatlichen Bauhaus in Weimar. In: Ausstellungskatalog: Max Thedy 1858–1924. Gemälde & Zeichnungen. Weimar, Stadtmuseum, 2002, S. 34-45, m. Abb. auf S. 36 u. 39, und die Abbildungen auf S. 143 („Farbtafeln, außer Katalog“) / Armin Thedy und Anselm Thürwächter: Werksverzeichnis Max Thedy (1858–1924). Hamburg, CD-ROM, 2008, Kat.-Nrn. G 157 u. G 158

 

Zum Verkauf stehen zwei Gemälde von Max Thedy.

Sehr gutes, ursprünglich als Supraporten vorgesehenes Gemäldepaar des bedeutenden deutschen Malers Max Thedy: Ausbildung in München, dann Berlin, ab 1882 Professur in Weimar; einer der wichtigsten Vertreter der Weimarer Malerschule, Lit.: Stadtmuseum Weimar: Max Thedy 1858–1924 Gemälde und Zeichnungen, s.S.29, 34, 36, Abb. S. 143
Provenienz der Supraporten: The Closson Galleries, Cincinnati, Privat Deutschland

Max Thedy 1858–1924, Gemälde & Zeichnungen | Katalog zur Ausstellung des Stadtmuseums Weimar im Jahr 2002
Kunsthalle 07.06.–25.08.2002 Gemälde | Bertuchhaus 07.06.–14.07.2002 Zeichnungen


Max Thedy am Staatlichen Bauhaus in Weimar

Mit seinem überschaubaren Gesamtwerk, das neben etlichen Zeichnungen und einigen Radierungen im wesentlichen aus Tafelbildern besteht, gehört der vorwiegend als Porträt- und Interieurmaler bekannte Max Thedy dem 19. Jahrhundert an, auch wenn seine Lebenszeit bis in die 20er Jahre des darauffolgenden Säkulums hineinreicht. Das 19. gilt in der Kunstgeschichtsschreibung gemeinhin als das vergessene Jahrhundert, obgleich gerade auf diesem Gebiet in den letzten zehn Jahren viel geforscht und dabei auch revidiert worden ist. Zudem sei an eigens für entsprechend gewichtete Sammlun- gen neu eingerichtete Museen bzw. Schauräume erinnert. Thedy und die unmittelbaren Nachfolger der »Weimarer Malerschule« sind dennoch unbeachtet geblieben.
Gibt man nun in das Feld einer der geläufigsten Suchmaschinen im Internet den Namen des Künstlers ein, erscheinen immerhin etwa 20 Einträge, und klickt man auf den »on top« gelisteten »link«, wird man auf die »website« einer us-amerikanischen »global gallery« weitergeleitet, die auf Kunst und Antiqitäten spezialisiert ist. Im aktuellen Angebot sind zwei ungewöhnlich schmalformatige Tafelbilder Thedys, Die Schätze einer Dame abb. 2 und Die Sammlung eines Herren, abb. 3 als »a pair of over- doors« ausgewiesen und wie die zugehörigen Abbildungen1 belegen eindeutig auch als Pendants ausgeführt. Leicht erkennbar, handelt es sich um Gattungsmalereien und dabei konkret um Stilleben. Als solche sind sie trotz der für Thedy typischen, realisti- schen Auffassung und bisweilen feinmalerischen Umsetzung im Schaffen des Künstlers relativ singulär, was – wie auch die Zweckgebundenheit als Supraporten – auf einen speziellen Auftrag hindeutet. Die beiden nicht datierten Gemälde können auch unabhängig von ihrer möglicherweise einst baugebundenen Verwendung und zudem separat voneinander bestehen. Dennoch sind sie natürlich als »Paar« gedacht und im Kunsthandel als solches feilgeboten.

Weiter zum gesamten Text

Quelle: Silke Opitz | Der Tafelbildkomplex | Max Thedy am Staatlichen Bauhaus in Weimar

Rudolf Reschreiter

Rudolf Reschreiter

Rudolf Reschreiter (1868 in München – 1939 ebenda)

Wir suchen und bieten Gemälde von Rudolf Reschreiter

Höllental mit Zugspitze, Öl/ Lw., 98 x 68 cm, Öl/Leinwand, gerahmt
Höllental mit Zugspitze, Öl/ Lw., 98 x 68 cm, Öl/Leinwand, gerahmt

Rudolf Reschreiter studierte an der Münchner Akademie bei Gabriel von Hackt. Er malte hauptsächlich in der Aquarelltechnik und wurde für seine hyperrealistische Naturdarstellung gerühmt. Eines seiner bekanntesten Werke ist die Abbildung des Waxensteinkamms von Mathaisenkar  aus. Im Jahre 1903 bereiste er mit dem Geograph Hans Meyer die südamerikanischen Kordilleren und besuchte den in Ecuador gelegenen, 6301 Meter hohen, völlig vergletscherten Chimborazo. Reschreiter malte im Anschluss eine ganze Serie „Chimborazo-Bilder“. Einen der Gletscher taufte Meyer Reschreiter-Gletscher, ein Name der allerdings keinen Bestand hatte.

Seine Werke sind zu sehen in: Alpine Museen, Kempten, München und dem Alpenverein-Museum Innsbruck.

Rudolf Reschreiter fertigte die Zeichnungen für „Schwaiger’s Fühttps://de.wikipedia.org/wiki/Alpenverein-Museum_Innsbruckhrer durch das Wettersteingebirge“, München, 1901 an. Quelle: Wikipedia.org

Erich Fraaß, Jäger Kreiser als Tiroler Schütze, leiten Tirol,1926 50x47cm, Öl/Lw., signiert

Erich Fraaß (1893- 1974)

Erich Fraaß (1893- 1974)

 

Verkaufsangebote:

Erich Fraaß, Eiche im großen Garten Dresden, um 1960, Öl/Lw., 100 x 85 cm
Erich Fraaß, Eiche im großen Garten Dresden, um 1960, Öl/Lw., 100 x 85 cm
Erich Fraaß, Jäger Kreiser als Tiroler Schütze, leiten Tirol,1926 50x47cm, Öl/Lw., signiert
Gemälde von Erich Fraaß, Jäger Kreiser als Tiroler Schütze, leiten Tirol,1926
50x47cm, Öl/Lw., signiert
Erich Fraaß, Abendsonne, um 1925, Öl/Lw., 100x85 cm
Erich Fraaß, Abendsonne, um 1925, Öl/Lw., 100×85 cm

 

In the Dresden bombing raids of 1945, the vast majority of jobs created since the end of World War 1 oil painting, colored pencil work, pastels and watercolors of 1893 born in Glauchau painter and graphic artist, Erich Fraaß destroyed worden.Sein life’s work encompassed approximately 3,000 works.

Short biography of Erich Fraaß

Erich Fraaß was born on 14 April 1893 in the textile town of Glauchau the son of a master weaver. When pattern Weber his father gained a certain independence in relation to the factory workers and was paid as a supplier a little better. You just had to make a living. Early on Erich Fraaß could learn what suffering brought the decline of Webwarenindustrie in times of crisis with it. Even in his own family restrictions were felt. The children had to, according to their capacity, earn, although the father worked from dawn to dusk at the loom. Erich Fraaß wore out newspapers and worked as a pharmacy assistant later. Early in the morning before going to school, he often went out into the countryside to draw.

In the years 1899 until 1907 he attended of the Lehngrundschule in Glauchau. Some advanced teacher talented but penniless Weber children members free instruction in languages as well as in drawing and literature. Like his older brother Richard, he received additional language and character classes. It speaks for the sympathetic handling in the family Fraaß that parents perceived the talent of drawing and painting boy sympathetically. Even if a higher education could not be paid and Erich Fraaß following the elder equally gifted brother, a lithographer recorded, the desire to become a painter was overpowering.

Early funding received by the Erich Fraaß Glauchauer pastor Zinßer. Zinßer collected under the textile manufacturer money to allow him a grant to study art.

At the age of 17, he went to Dresden to audition at the Art Academy.

He had allowed a letter of recommendation Glauchauer Kommerzienrates von Lossow in his pocket, his brother was rector of the School of Applied Arts in Dresden and an idea at Oskar Zwintscher at the Academy. Zwintscher recommended visiting the School of Applied Arts to acquire to the next especially technical skills. He shared this time common education with later well-known artists such as Bernhardt Kretzschmar, Otto Dix, William Rudolph, Otto Griebel and others. With the transfer to the Academy and the painting studio of Oskar Zwintscher began for Erich Fraaß the search for his own artistic expression. All in all, he was at the Academy favorable conditions for such a route search: In Zeichensaal Richard Müller precise drawing and seeing was mediated. At the academy had Carl Bantzer. Oskar Zwintscher let his pupils not only a lot of freedom, he knew how to impart special and image value and the potential of art cant opportunities to life.

Zwintscher suggested that „the colors pure and applied correctly, to thoroughly study the forms, to respect and to subdue any individualistic arbitrariness“.

First, however, training and continuous practice of art were interrupted by the outbreak of the First World War. Erich Fraaß volunteered to the front and experienced in Flanders the impact and futility of war. At the end of the war was for Fraaß: „The political context and the absurd fact of war were aware and forced to decide“.

Politically, he became involved in the Spartacus group. He was a board member of Artists in the Academy, where he could continue his studies as a master student of Robert Sterl to 1922nd

Artistically has Sterls turning to the social issue, its conception marked by the picture as an independent world and the esteem of the expression value of the color master student always.

The twenties brought a new diversity in the Dresden Art.

Although life for most artists was not easy, have been made possible with the support of sponsors and government agencies study trips. Erich Fraaß traveled with some colleagues in the Bohemian Forest, Spain, Tyrol, Upper Bavaria, the Steirmark, to mention a few.

To young artists of the war generation to enter public ministry opportunities, founded in 1921 together with Erich Fraaß Curt Großpietsch and Willy Illmer among others „The creators“.

Chaired by Erich Fraaß, Bernhardt, and Hermann Kretzschmar Theodor Richter developed in 1931 from the re ATTACHING to the departure end of the war group „action“ the „Dresden Secession 1932“. While the existing associations, the „German Artists Association“ at the national-minded artists applied, the „Artists‘ Association“ was rather suggested oriented secession approached programmatically. On the one hand it was about the orientation of the art in human action. Bernhardt Kretzschmar provides: „A real artist is always the best educators in humans“. Secondly, it should be targeted to the general public. As formulated Edmund Kesting, people will be out of a „material world into a spiritual world“.

1934 the „Secession 1932“ was banned by the Nazis and some aim of the Grupp proved premonition of what came to be on Germany.

Despite the loss of the platform and the de facto necessary step in the inner emigration be attempted again to gather like-minded people. This could only happen on a private and friendly level. There was the so-called „Group of 7“, which met for walks and the exchange of art, but now continued without external effect. The group included Karl Kröner, Paul Wilhelm, Erich Fraaß, Fritz Winkler, John Beutner, Otto Griebel and Hans Jüchser.

Even after the end of World War II Erich Fraaß heard from the beginning to the very assets that strove to build a democratic art life in the ruined city.

On 21 May 1945 he meldetet to Dr. Frederick for building work and organized this with the Association of Visual Artists. He was a visual artist on the board of antifascist Trust Council.

The hopeful new beginning followed again the disillusionment.

In 1947 he was appointed to the Academy as a lecturer. 1953 he was appointed professor of painting. He headed until his retirement in 1958, the basic studies.

Although thematically quite the ideas of 1950 still nascent art doctrinaire policy could meet, he could not support the ideology and then remained in the role of a big old tolerated.

Inbound to privacy would be worth mentioning that Erich and Richard Fraaß, and Otto Griebel from 1911 in rural Gostritz lived on the Südhöhe of Dresden. The vast landscape overlooking the Osterzgebirge that Sächs. Switzerland, the Wilisch and the Elbe valley with lovely valleys, fields and meadows had been previously „the Goppeln“ rediscovered by the group. Among the listeners were Goppel Carl Bantzer, Oskar Zwintscher and Robert Sterl, the enthusiastic and their students for this idyll.

After the war in 1918 and from 1919 Erich Fraaß lived with his wife Grete and daughter Maja (1921) to 1947 continued in Gostritz. There emerged the largest part of his work, on the Ammonstraße 9 am Hauptbahnhof found its fulfillment in his studio.

On February 13, 1945, the studio was completely destroyed with the works located there in a bomb attack. This fate he shared with most colleagues of his generation. Some work could be saved by outsourcing; more than 1,000 burned.

1947 the family moved to the 1937-born son Jobst after chasing and early fifties due to age in the Old Market Square. Since he almost every week with the family of his daughter in the windmill in Moritzburg was at this time to visit, was created in this country a considerable number of sketches, drawings, watercolors and oil paintings. In Moritzburger environment he felt comfortable. Following his request, his final resting place is on the Moritzburger cemetery.

He died on 9 January 1974th

Karl Timmler (1906-1996), Schneeschmelze Thüringen (Blick Richtung Schwarzatal bei Goldbach ), 1967, Öl/Lw., 50 x 65 cm

Karl Timmler (1906-1996)

Karl Timmler (1906 Liegnitz/Niederschlesien – 1996 Moritzburg)

 

Gert Claußnitzer 1987:

Karl Timmler ist ein unermüdlicher Zeichnender, d.h., die zeichnerische Besitzergreifung des Motivs, mit dem geringsten Aufwand an Mitteln das Wesentliche treffend und schlagend zu fixieren, bildet die Grundlage jeder weiteren künstlerischen Beschäftigung. Timmler zeichnet Landschaft, Architektur, Menschen und Tiere bei jeder Tages- und Jahreszeit. Er fasst die Motive zu großen geschlossenen Massen zusammen, durch rasche, breite Schraffur, selten gewischt, mit deutlichen Hell- Dunkel- Wirkungen. Danaeben stehen lineare Notizen, Beobachtungen momentaner Bewegungen, die in einem zupackenden Strich festgehalten sind und den Charakter einer absolut verlässlichen Dokumentation besitzen.

 
Karl Timmler, Ginster an Eichhorns Wäldchen,1956, öl/lw., 75 x 95 cm
Karl Timmler, Ginster an Eichhorns Wäldchen,1956, öl/lw., 75 x 95 cm
Karl Timmler, Diabassteinbruch Mellenbach (Thüringen), 1959, Öl/Lw., 50 x 65 cm
Karl Timmler, Diabassteinbruch Mellenbach (Thüringen), 1959, Öl/Lw., 50 x 65 cm
Karl Timmler, Südspanien 1975, Öl/ Hartfaser 40x 50 cm
Karl Timmler, Südspanien 1975, Öl/ Hartfaser 40x 50 cm
Keramik von Karl Timmler

Alle Keramiken mit Signatur/ Stempel an der Unterseite (Moritzburger Mühle mit T)

Maße:

– Vase dunkelblau: Höhe: 11cm

– Vase blau zweifarbig: Höhe 11cm

– Vase Amphore türkis zweifarbig: Höhe 11,5cm

– Schale grau: Durchmesser: 11cm

– Kerzenleuchter blau: Höhe 6,5cm, Durchmesser: 10,5cm

– Kerzenleuchter grün-blau: Höhe 6,5cm, Durchmesser: 10,5cm

 

Keramik:

Es sind aus bester handwerklicher Gesinnung geformte Gefäße, die nichts zu tun haben mit der auf spontanen Gefühlanstößen beruhenden üblichen Malereikeramik. Es sind vielmehr klassische Formen, auf die zurückgegriffen wird. Klarheit, Sachlichkeit bestimmen ihren Charakter. Das Besondere sind dabei die Glasuren, an deren Transparenz und kristallinem Reiz im ausgeschmolzenen Zustand der Maler offensichtlich Freude hat. Gediegenheit und Gewissenhaftigkeit, die den Maler und Zeichner auszeichnen, gelten gleichermaßen auch für seine keramischen Erzeugnisse.

Zum Tode am 19.05.1996:

Seine Werke repräsentieren innerhalb der Dresdner Kunst eine besondere Position. Er war hier mit erstaunlicher Konsequenz ein Maler des sinnlich Elementaren, und dabei galt vor allem dem höchst Konkreten sein Interesse. In seinen rustikalen Plenair- Kompositionen, in denen der Farbe im Sinne des Nachimpressionismus die entscheidende Rolle für die innere Bildstruktur zukam, war in gewisser Weise ein Nachklang Robert Sterls und seiner Schule zu verspüren. Das gilt auch für seine Darstellung arbeitender Menschen. Gefühlstiefe, malerische Qualität und handwerkliche Gewissenhaftigkeit waren bestimmende Merkmale seiner Malerei. Auch als Zeichner war Karl Timmler entschlossener Realist.