ANTONIO BELLUCCI (Pieve di Soligo, 1654 – 1726) Jesus Kind

ANTONIO BELLUCCI
(Pieve di Soligo, 1654 – 1726)

Jesus Kind

ANTONIO BELLUCCI (Pieve di Soligo, 1654 – 1726) Jesus Kind
ANTONIO BELLUCCI (Pieve di Soligo, 1654 – 1726) Jesus Kind

Um 1690,

Öl auf Leinwand, 70 x 47 cm , nicht signiert, guter Altersgenäßer Zustand, die Leinwand wurde Dupliert,
Rahmenaußenmaß 84×62×5 cm

Literaturverzeichnis:
F. Magani, Antonio Bellucci. Catalogo ragionato, Rimini 1995, ad vocemZurückverfolgt auf Antonio Belluccis Katalog von Professor Michele Danieli und unabhängig von Professor Enrico Lucchese.

Das Gemälde befindet sich in gutem Erhaltungszustand und ist ein interessanter Künstlerbeweis aus seinem jungen Alter. Der Stil und die Entwürfe offenbaren noch immer die Anregungen seiner ersten Meister Pietro Liberi, Antonio Zanchi und Andrea Celesti mit Anklängen an Alessandro Varotaris Klassizismus. Das Werk stammt wahrscheinlich aus dem achten und neunten Jahrzehnt und findet Übereinstimmungen mit dem Jesuskind in den „Adorazioni dei Magi“ von Houston (Magani, S. 76-77, Nr. 7) und mit den Putten von „Venere und Marte “ bereits aus der Sammlung Steffanoni von Bergamo, datiert 1690 ca. von Magani.

Wir danken Michele Danieli und Enrico Lucchese für die Namensnennung. Unter Woods Lampe sind keine größeren Restaurierungen entstanden. Die Leinwand wurde zu einem späteren Zeitpunkt neu kaschiert und neu gespannt.

Die Arbeit wird von einem Rahmen aus Holz und vergoldetem Stuck in gutem Zustand begleitet, der als Geschenk angeboten wird.
Aus Privatbesitz, mit Zertifikat gem. 64, Gesetzesdekret vom 22. Januar 2004, Nr. 42, des Gesetzes über das Kulturerbe und die Landschaft (Italien).

Antonio Bellucci (1654-1726)

Antonio Bellucci ist neben Sebastiano Ricci und Giovanni Antonio Pellegrini einer der bekanntesten Meister der venezianischen Schule vor Giovanni Battista Tiepolo. 1709 wurde er in Wien durch Kaiser Joseph I. zum Hofmaler ernannt und behielt seine Stellung auch unter dessen Nachfolger Karl VI bei. Von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz wurde Bellucci nach Düsseldorf berufen. Nach dem Tod des Kurfürsten und erfolgreichen Jahren in Deutschland ging er 1716 an den englischen Hof, wo er sechs Jahre später sein größtes Werk vollendete, die Malereien an der Decke des Buckingham- Palastes. Belluccis Malerei ist durch einen manieristisch-eklektischen Stil, ein dunkles, gedämpft angelegtes Kolorit und eine virtuos ausgeführte Technik gekennzeichnet, die effektvoll eingesetzt wird. Sein Selbstbildnis ist heute in den Uffizien in Florenz aufbewahrt.

 

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Bodo W. Hellmann

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